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18.04.2016

"Von der Invention zur Innovation" – NFP 70 und NFP 71 an der 10. Schweizerischen Energieforschungskonferenz

Impressionen der 10. Schweizerischen Energieforschungskonferenz: Prof. Dr. Andreas Balthasar
 

Forschende und Praxispartner der NFP 70 und 71 präsentierten an der 10. Schweizerischen Energieforschungskonferenz einen Ausschnitt ihrer Projekte.

​"Invention und Innovation – Integration in die Wertschöpfungskette" – unter diesem Motto standen die ausgewählten Beiträge der Nationalen Forschungsprogramme "Energiewende" (NFP 70) und „Steuerung des Energieverbrauchs" (NFP 71) an der 10. Schweizerischen Energieforschungskonferenz. Einen Schwerpunkt der Präsentationen von Forschenden und Praxispartnern bildeten die Entwicklung und erfolgreiche Umsetzung neuer Verfahren über verschiedene Wertschöpfungsstufen, die auch die gesellschaftlichen, geografischen, ökonomischen und ökologischen Rahmenbedingungen der Schweiz berücksichtigen.

Prof. Dr. Andreas Balthasar, Präsident der Leitungsgruppe NFP 71, befasste sich in seinem Einführungsreferat mit der Frage, wie Energieforschung die erforderliche politische Relevanz erhält.

Dr. Andreas Haselbacher und Dr. Giw Zanganeh (NFP 70-Verbundprojekt "Stromspeicherung über adiabatische Luftkompression") erläuterten das Potenzial, die Technik sowie die ökologischen und ökonomischen Auswirkungen der kombinierten Wärmespeicherung in einer industriell relevanten Grössenordnung mittels innovativer Materialien (PCM).

 

Bis zu 30 Prozent des Stromverbrauchs privater Haushalte liessen sich einsparen. Doch wie kann das Bewusstsein für die Bedeutung eines effizienteren Stromverbrauchs erhöht und im alltäglichen Verhalten umgesetzt werden? Diesen Fragen gehen Prof. Suren Erkman und sein Forschungsteam nach (NFP 71-Projekt "Effizienter Energieverbrauch in Privathaushalten") und rufen auf, den "Stecker zu ziehen".

Auch noch so innovative Technologien werden sich nicht durchsetzen, wenn sie keine gesellschaftliche Akzeptanz finden. Was das für die Modernisierung des Stromübertragungsnetzes bedeutet und welche Strategien geeignet sind, neue Verfahren wie hybride Wechsel-/Gleichstrom-Freileitungen "gesellschaftsfähig" zu machen, zeigten Prof. Isabelle Stadelmann-Steffen (NFP 71-Projekt "Akzeptanz erneuerbarer Energie") und Prof. Christian M. Franck (NFP 70-Projekt „Hybride Freileitungen in der Schweiz") gemeinsam auf.

Mit dem Altern der Baby-Boomer-Generation wird die Wohnsituation älterer Menschen auch energetisch relevanter. Dr. Heinz Rütter und Thomas Ammann (NFP 71-Projekt "Energiesparpotenziale in Haushalten von älteren Menschen") erläuterten, welche Effizienz- und Suffizienzpotenziale in dieser Bevölkerungsgruppe tatsächlich vorhanden sind und welche Strategien sich eignen, die Einstellungen und Verhaltensweisen älterer Menschen hinsichtlich ihres wohnbedingten Energieverbrauchs positiv zu beeinflussen.


 

Abwärme aus industriellen Prozessen und Wärmeenergie aus Wärme-Kraft-Kopplung sowie durch erneuerbare Energien kann den für die Kühlung und Heizung von Gebäuden aufgewendeten Strom und fossile Energieträger ersetzen. Dr. Bruno Michel (NFP 70-Verbundprojekt "Wärmenutzung durch Sorptionstechnologie") stellte die dafür entscheidende Technologie, eine thermisch getriebene Sorptionswärmepumpe vor.

Schliesslich ging Prof. Dr. Hans-Rudolf Schalcher, Präsident der Leitungsgruppe NFP 70, auf die Herausforderungen und Potenziale der Energieforschung ein, die an Wertschöpfungsketten ausgerichtet ist.

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 Kontakt

Dr. Stefan Husi Programm-Manager
NFP 70 und 71
nfp71@snf.ch