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02.05.2018

Die Menschen mögen erneuerbare Energien, …

Das Bild zeigt Isabelle Stadelmann-Steffen am Jahreskongress 2018 der AEE SUISSE.

...aber nicht die notwendigen Massnahmen.

​Anknüpfend an das Tagungsthema "Vertrauen in die Energiezukunft" stellte Isabelle Stadelmann-Steffen die Fragen ins Zentrum, warum gerade für die Energiepolitik Vertrauen so bedeutsam ist und ob Argumente und Kampagnen dieses Vertrauen schaffen können.

Die Befragung von 2800 bzw. je 1000 Personen in drei Wellen vor der Referendumsabstimmung zum neuen Energiegesetz ergab, dass Massnahmen und Projekte im Bereich erneuerbarer Energie kurzfristig und aus Bevölkerungssicht teuer erscheinen, während der Glaube an die Wirksamkeit der Massnahmen gering ist. Um dieses ungünstige Kosten-Nutzen-Verhältnis zu kompensieren, braucht es grundsätzliches Vertrauen in die Richtigkeit und Umsetzbarkeit dieser Politik.

Auch zeigte sich, dass die Kampagne zwar die Präferenzmuster der Bevölkerung nicht grundlegend verändern konnte, es jedoch gelungen ist, im Vorfeld der Abstimmung zu einer gewissen Kostentoleranz beizutragen. Kritischer für den Erfolg entsprechender Kampagnen erweist sich jedoch eine breite politische Koalition, welche für eine Vorlage "bürgt" und damit zentral für das Vertrauen einer Mehrheit ist.

Diese Erkenntnisse des Instituts für Politikwissenschaft der Universität Bern zu den gesellschaftlichen Präferenzmustern und zum Erreichen von Akzeptanz für konkrete Massnahmen sind bedeutsam, um weitere notwendige Schritte auf dem Weg zu einem neuen Energiesystem erfolgreich umsetzen zu können.

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