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Akzeptanz erneuerbarer Energie

 

Die Energiewende ist eine treibende Kraft für erneuerbare Energieprojekte. Die Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am Strommix gilt als unabdingbar für die Lösung des Stromversorgungsproblems. Diese Neuausrichtung bringt zahlreiche Herausforderungen auf technischer wie politischer Ebene mit sich. Um Veränderungen erzielen zu können, müssen Projekte und innovative politische Instrumente sowohl bei Politikern als auch in der Bevölkerung Akzeptanz finden.

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Im Spannungsfeld zwischen neuen Technologien und AkzeptanzIm Spannungsfeld zwischen neuen Technologien und Akzeptanzhttp://www.nfp71.ch/de/News/Seiten/170620-news-nfp71-spannungsfeld-zwischen-technologien-akzeptanz.aspx19.06.2017 22:00:00

Projektbeschrieb (laufendes Forschungsprojekt)

Ausgangspunkt des Projekts bildet die Annahme, dass Entscheide auf regionaler oder lokaler Ebene zugunsten alternativer Stromversorgung für den Erfolg der Energiewende massgeblich sein werden. Dabei reicht es nicht, die technischen Lösungen zu kennen – ebenso wichtig ist das Wissen darüber, wie diese Lösungen politisch mehrheitsfähig werden können. Dies ist in einem Land wie der Schweiz mit seiner direktdemokratischen Tradition besonders wichtig und schwierig. Vor diesem Hintergrund bildet das Konzept der "gesellschaftlichen Akzeptanz" erneuerbarer Energieprojekte den Ausgangspunkt des Forschungsvorhabens.

Zielsetzung

Der Projektfokus liegt auf drei Hauptbereichen:

  1. Darstellung der Entwicklung und zu erwartenden Herausforderungen im Zusammenhang mit der Verbreitung alternativer Energieträger in der Schweiz; Analyse der energiepolitischen Entscheidungen der letzten zwanzig Jahre mit Blick auf die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern auf nationaler und kantonaler Ebene.
  2. Untersuchung der gesellschaftlichen Akzeptanz und der Marktakzeptanz von Projekten zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern seitens der politischen Elite und relevanten Marktteilnehmern mittels einer vergleichenden Fallanalyse auf kantonaler und lokaler Ebene.
  3. Untersuchung der gesellschaftlichen Akzeptanz politischer Massnahmen auf der Grundlage eines experimentellen Untersuchungskonzepts. Dieses bezieht Präferenzen und Verhaltensweisen der Bürgerinnen und Bürger sowie Kontextfaktoren individueller Verhaltensweisen mit ein, welche die Realisierung alternativer Stromerzeugungsprojekte und der Energiewende beeinflussen und ermöglichst insbesondere die Analyse prospektiver Instrumente und Massnahmen.

Bedeutung

Das Projekt bietet Einblicke in die Akzeptanz, die Wirksamkeit und die Effizienz von vergangenen, aktuellen, neuen und sogar von möglichen zukünftigen Instrumenten, die dazu beitragen, mehrheitsfähige Standorte alternativer Stromversorgung zu finden. Es schafft eine empirische und theoretische Grundlage für die Planung und die Bewertung geplanter Vorhaben. Ausserdem ermöglicht es politische Empfehlungen, die dazu beitragen, die Realisierung alternativer Stromerzeugungsanlagen zu erleichtern. Zudem kann es dazu beitragen, Konflikte zwischen der Förderung erneuerbarer Energieträger und den Anliegen des Umweltschutzes zu überwinden.

Originaltitel

Future energy policy: the acceptance of alternative electricity supply

Projektverantwortliche

  • Prof. Isabelle Stadelmann-Steffen, Institut für Politikwissenschaft, Universität Bern
  • Prof. Karin Ingold, Institut für Politikwissenschaft, Universität Bern
  • Prof. Philippe Thalmann, Laboratoire d'économie urbaine et de l'environnement, EPF Lausanne

 

 

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